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Handwerk & Prozesse

Aufmaß digitalisieren: Entscheidend ist, was nach dem Messen passiert

Ein digitales Aufmaß spart erst dann Arbeit, wenn die Daten danach nicht wieder von Hand übertragen werden müssen.

Maximilian Flötzinger · 6 Min. Lesezeit

Ein Tablet ersetzt noch keinen Ablauf

Ein digitales Aufmaß spart erst dann Arbeit, wenn die Daten danach nicht wieder von Hand übertragen werden müssen. Ein Tablet, auf dem dieselben Felder stehen wie auf dem Papierbogen, ist angenehmer auszufüllen – am Ablauf selbst ändert es zunächst nichts.

Der Papierbogen wird dabei nur ersetzt, nicht der Weg, den die Information danach nimmt. Genau dort liegt aber die Arbeit, die tatsächlich Zeit kostet.

Struktur schlägt Freitext

Ein Maß, das als Notiz irgendwo im Text steht, muss später von einem Menschen interpretiert werden. Strukturiert erfasste Werte müssen das nicht. Sinnvoll ist deshalb eine Erfassung, die Pflichtfelder kennt, plausible Wertebereiche prüft und Varianten oder Optionen als Auswahl anbietet statt als Formulierungsfrage.

Genauso wichtig ist der Kontext: Das Aufmaß gehört an den Auftrag, gemeinsam mit Fotos, Notizen und den Angaben, die vor Ort besprochen wurden. Sonst entsteht eine zweite Ablage neben dem Vorgang.

Herstellerformulare sind eine reale Vorgabe

Viele Aufmaße enden nicht in einer internen Liste, sondern in dem Formular eines bestimmten Herstellers, das eigene Felder, Einheiten und Formate erwartet. Das ist kein Schönheitsfehler, sondern die Bedingung dafür, dass eine Bestellung überhaupt angenommen wird.

Ein Ablauf, der diese Vorgabe ignoriert, verschiebt die Arbeit nur nach hinten: Jemand muss die erfassten Werte am Ende doch wieder in das erwartete Dokument übertragen.

Der kritische Punkt liegt nach dem Messen

Wird im Büro erneut getippt, weil das Format nicht passt? Wandert ein Foto vom Tablet-Display in eine E-Mail? Dann hat sich das Werkzeug geändert, nicht die Arbeit. Entscheidend ist, ob die einmal erfassten Informationen für den nächsten Schritt – in der Regel die Bestellung – direkt weiterverwendet werden können.

Wie Craftforce das heute abbildet

In Craftforce lassen sich die von einem Hersteller geforderten Felder als strukturierte Vorlage hinterlegen. Daraus erzeugt die App eine geführte Erfassung, die Schritt für Schritt durch die nötigen Maße und Optionen führt – ohne dass der Monteur wissen muss, welches Feld im Formular später wo steht.

Aus den erfassten Maßen und Optionen entsteht das Bestelldokument in der Form, die der Lieferant erwartet. Der geprüfte Bestellablauf versendet dieses Dokument per E-Mail. Die Rückmeldung des Lieferanten wird verarbeitet, sodass Bestellnummer und Liefertermin am Vorgang hinterlegt sind und im Auftrag sichtbar bleiben.

Der eigene Ablauf zuerst

Der Betrieb kann seinen Ablauf digitalisieren, ohne darauf warten zu müssen, dass jeder Lieferant seinen Prozess gleichzeitig modernisiert. Die Anforderungen der Hersteller bleiben, wie sie sind – die doppelte Erfassung im eigenen Haus muss deshalb trotzdem nicht bleiben.

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Craftforce verbindet Auftragsinformationen zwischen Büro und Arbeit vor Ort.

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