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IT & Infrastruktur

Was passiert, wenn morgen ein Rechner ausfällt?

Der günstigste Rechner wird teuer, sobald niemand damit arbeiten kann.

Maximilian Flötzinger · 6 Min. Lesezeit

Endgerät vs. Daten

Der günstigste Rechner wird teuer, sobald niemand damit arbeiten kann. Die entscheidende Frage bei einem Geräteausfall ist nicht, wie schnell ein Ersatzgerät beschafft werden kann, sondern ob die Arbeit dieser Person an diesem Ersatzgerät sofort weitergehen kann. Das setzt voraus, dass Daten und Programme nicht untrennbar an genau dieses eine Gerät gebunden sind.

Profile und Ersatzgerät

Wenn Benutzerprofile, Zugriffsrechte und wichtige Dateien zentral statt lokal liegen, lässt sich ein Ersatzgerät binnen kurzer Zeit einsatzbereit machen. Liegt hingegen alles ausschließlich auf der lokalen Festplatte eines einzelnen Rechners, bedeutet ein Defekt im schlimmsten Fall: Die Arbeit steht, bis die alte Festplatte gerettet oder aus einem alten Backup mühsam rekonstruiert wurde.

Dokumentation und Zugangsdaten

Ein oft unterschätztes Detail: Wer weiß eigentlich, welche Programme auf einem bestimmten Arbeitsplatz installiert sein müssen, und wo die zugehörigen Zugangsdaten liegen? Ohne eine einfache, aktuelle Dokumentation wird jeder Geräteausfall zu einer kleinen Rekonstruktionsarbeit, die Zeit kostet, die eigentlich niemand hat.

Backup, Standardisierung, Lebenszyklus

Ein funktionierendes Backup ist die Grundlage – nicht nur für Server, sondern auch für Arbeitsplätze, auf denen wichtige lokale Daten liegen. Zusätzlich hilft eine gewisse Standardisierung der Ausstattung: Wenn alle Arbeitsplätze ähnlich aufgebaut sind, lässt sich ein Ersatzgerät deutlich schneller einrichten, als wenn jeder Rechner ein individuell gewachsenes Unikat ist.

Auch der Lebenszyklus eines Geräts gehört zur Planung. Ein Rechner, der erkennbar am Ende seiner Nutzungsdauer steht, sollte planbar ersetzt werden – nicht erst dann, wenn er an einem Dienstagmorgen tatsächlich ausfällt.

Keine Produktmarken verkaufen

Es geht an dieser Stelle nicht darum, eine bestimmte Hardware-Marke zu empfehlen. Es geht darum, den Arbeitsplatz als etwas zu behandeln, das planbar ausfallen kann – und diese Planung einmal sauber zu machen, statt sie bei jedem Ausfall neu zu improvisieren.

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